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Das Projekt Tempo 30 wurde vom beauftragten Ingenieurbüro fertig gestellt und im Gemeinderat behandelt.

Im April 2003 informierte der Gemeinderat über das Projekt im Riedstegsaal.

Über die Vorlage wurd am 15. September 2003 an der Gemeindeversammlung abgestimmt.

Wegen einem Grossaufmarsch von SVP und Rasern wurde das Projekt leider verworfen.

"Uetikons Strassen werden leider nicht so schnell sicherer - schade!"
Tempo 30 wurde an der Gemeindeversammlung mit ca. 60% abgelehnt.

Die IG Tempo 30 muss erst wieder Tritt fassen und beraten wie es weiter gehen soll.

Resultat der Meinungsumfrage


Weil es in unserer Gemeinde soviel Forderungen zur Entschärfung gefährlicher Strassenabschnitte gibt, entschloss sich der Gemeinderat das Problem umfassend zu lösen.
An einem Workshop wollte der Gemeinderat von der Bevölkerung ihre Meinung zu "Tempo 30" wissen.
Das überwiegend positive Echo bewog den Gemeinerat ein Projekt zu Tempo 30 ausarbeiten zu lassen.
Aus diesem Elan heraus hat sich auch unsere Interessengemeinschaft Tempo 30 in Uetikon formiert um sachlich über Tempo 30 zu informieren.
Bisher war die IG Tempo 30 an verschiedenen Anlässen mit einem eigenen Infostand dabei, hat zahlreiche Leserbriefe und einige Flugblätter verfasst.
Auch diese Webseite möchte umfassend über Tempo 30 informieren.
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 Zeitungsartikel zu Tempo 30:

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 Zeitungsartikel von und über unsere Interessengemeinschaft:

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.Tempo-30-Zonen sind nun auch in den Dörfern Mode

Zusammenfassung,
Tagesanzeiger 8. Mai 2002

In der Stadt Zürich gibt es mittlerweile 122 Zonen des Langsamverkehrs, in Winterthur sind es deren 30. Auf dem Land existieren erst 38 neue Zonen in 26 Gemeinden.
Nun wird aber Tempo 30 auch in den Dörfern Mode: Zur Zeit sind nicht weniger als 40 Gesuche bei der Kantonspolizei zur Bewilligung hängig. Die Beliebtheit von Tempo-30-Zonen hat seine Gründe: 

  • Die neuste kantonale Unfallstatistik belegt, dass Tempo-30-Zonen die Unfallhäufigkeit senken und dass vor allem die Unfallfolgen weniger gravierend sind. In den Stadtzürcher Quartieren hat die Zahl der verletzten Fussgänger markant abgenommen. 
  • Einmal eingerichtet, stossen Tempo 30-Zonen auf grosse Akzeptanz. Im Einflussgebiet der Kantonspolizei wurde noch keine einzige Tempo-3o-Zone wieder rückgängig gemacht. 

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Interessengemeinschaft ‚Tempo 30 in Uetikon' 
Veröffentlicht in der ZSZ vom 26.10.02 

Tempo 30 online 

Uetikon. Die Interessengemeinschaft ‚Tempo 30 in Uetikon' konnte im September zwei attraktive Neuerungen einweihen: eine interessante Homepage unter www.ueti30.ch und ein vielbeachtetes Schaufenster an der Bergstrasse 147. 

Das Ziel der Interessengemeinschaft ‚Tempo 30 in Uetikon' ist die möglichst flächendeckende Einführung von Tempo 30 auf dem ganzen Gemeindegebiet und damit mehr Sicherheit und Lebensqualität in Uetikon. 

Auf den interaktiven Seiten der neuen Homepage erfahren Interessierte viel Wissenswertes über Tempo 30 im Allgemeinen und in Uetikon speziell. Neben Grundlageninformationen und Neuigkeiten über den Stand der Entwicklung in Uetikon können spielerisch der Bremsweg getestet, eine Quartierstrasse gestaltet oder Tempo 30-Zonen auf dem Uetiker Ortsplan eingesetzt werden. Ein Diskussionsforum dient dem Meinungsaustausch. 

Bildhafte Umsetzungen von verschiedenen Aspekten von Tempo 30 zeigt das Schaufenster an der Bergstrasse 147, das an dem bald fertig erstellten, ersten verkehrsberuhigten Uetiker Strassenabschnitt liegt. 

Am Herbstmarkt vom 5. Oktober wird die Interessengemeinschaft wiederum mit Informationsmaterial und ausgefallenen ‚human power'-Gefährten präsent sein. In gemächlichem Tempo können Interessierte in Liegevelos oder Rikschas durch Uetikon gondeln.

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Kinder haben keine Lobby

Schulspuren 34, Sommer 2002
von: Jacqueline Kandler-Guyot

Auf unseren Strassen verunfallen jährlich rund 2500 Kinder zwischen 0 und 14 Jahren. Etwa ein Viertel der Unfälle ereignet sich auf dem Schulweg. Ein eingeschränktes Wahrnehmungsfeld, Selbstüberschätzung und hohe Fahrgeschwindigkeiten des motorisierten Verkehrs gelten als Hauptursachen. Kinder bedürfen deshalb unseres besonderen Schutzes. Wenn nach den Sommerferien über 140 Kinder den Weg in Kindergarten oder 1. Schulklasse antreten, dreht sich für viele Eltern die Angstspirale... Wie kann sich die Situation entspannen? Ein Gespräch mit unserem Verkehrsinstruktor Alfred Frei.
Herr Frei, neuerdings richten Sie ihre Informationsveranstaltungen auch an Eltern mit Kindern im Vorschulalter. Wann beginnt, wo endet Verkehrserziehung?
Ich habe tatsächlich Neuland betreten, indem ich mich im Eltern-Kind-Zentrum in Stäfa an Eltern von 3 - 4jährigen gewandt habe. Das ist ein besonders wichtiges Alter in der kindlichen Entwicklung. Es hat sich gezeigt, dass das Kindergartenalter für Korrekturen im Verkehrsverhalten schon recht spät ist. 
Welche Rolle spielen dabei die Eltern?
Kinder lernen am Modell. Ein Erwachsener muss sich seiner grossen Vorbildrolle bewusst sein. Was Zuhause vorgelebt wird, übernimmt das Kind mit grosser Wahrscheinlichkeit. Deshalb mein Appell: Das was Eltern von ihren Kindern erwarten, muss auch vorgelebt werden. Das gilt für korrektes Verhalten als FussgängerIn, ebenso wie als VelofahrerIn oder AutofahrerIn. Im Klartext heisst das: beim Velo fahren Helm,beim Auto fahren Gurten tragen... Begreift man diese Zusammenhänge und deren Wechselwirkung, entsteht das, was ich eine "positive Spirale" nenne. 
In wessen Verantwortung liegt der Schulweg?
Der Schulweg liegt ganz in der Verantwortung der Eltern. Nach sorgfältiger Einführung, dem ersten Unterricht beim Polizisten und fleissigem Üben werden Kinder aber bald verkehrstauglich. Man darf ihnen vertrauen.
Absurd ist für mich die Tatsache, dass die selben Eltern, die bei Kindergarteneintritt ihres Sprösslings in grösster Sorge um die Verkehrssicherheit sind, nur Wochen später ihr Kind mit einem Kickboard ausstatten, ohne sich um situationsgerechtes Verhalten ihrer Kinder zu kümmern. Diese sind plötzlich dreimal schneller unterwegs, obschon sie noch nicht einmal Fussgängerreife hatten. Aufgrund ihrer Wahrnehmungseigenschaften können sie auch noch nicht mit den Geschwindigkeiten umgehen, die sie mit den "fahrzeugähnlichen Geräten" (Definition gemäss Bundesrat) erreichen. 
Im Februar wurde in Uetikon ein neunjähriges Mädchen mit einem Kickboard auf einem Fussgängerstreifen angefahren...
Durch die Hanglagen am See, sind schnell 30 oder 40 km/h erreicht. Bei diesem Tempo sind die Bremsmanöver ein Problem und nicht das Fahren. Ausserdem ist ein Kind mit 9 Jahren wie gesagt noch immer überfordert, wenn es sich mit dreifacher Fussgängergeschwindigkeit (also mit ca. 15 km/h) fortbewegt und ebenso rasant die Strassen überquert. So passierts! Im vergangenen Jahr wurden jeden Monat mehr Unfälle mit involvierten Micros registriert. Tendenz steigend! Im 2001 habe ich gemeinsam mit den Schulpräsidenten die Eltern dazu aufgerufen, ihren Kindern keine Kickboard auf den Schulweg mit zu geben. Leider vergeblich! Inwiefern gehören Verkehrserziehung und Schulwegsicherung zusammen? 
Es gehört zu den Aufgaben eines Verkehrsinstruktors, sich auch in Sachen Schulwegsicherung zu engagieren. Für eine gute Zusammenarbeit braucht es aber auch eine gewisse Legitimation. Die Realisation von Projekten ist letztlich Sache der Gemeinde. Ich hoffe natürlich, dass man sich im Zuge der grösseren Bautätigkeiten an der Bergstrasse im Rahmen eines Gesamtkonzeptes - flächendeckend und nicht "pflästerliweise" -darüber Gedanken macht, wie sicher die Schulwege und problematischen Übergänge sind. Handlungsbedarf besteht schon lange an der Weissenrainstrasse! Zum Wohle der Kinder in der Schulanlage müsste man die Strasse endlich zumachen! Es ist halt schon so: Die Schüler, die Kinder haben keine Lobby. Hier beginnt meine Rolle - indem ich immer wieder auf missliche Zustände aufmerksam mache und für Sicherheit eintrete. Manchmal fühle ich mich wie ein Wanderprediger! 
Die Umgestaltung der Bergstrasse läuft auf Hochtouren. Bei erscheinen der "Schulspuren" wird der erste Abschnitt realisiert sein. Ein planerischers Konzept für Verkehrsberuhigung existiert. Ist Sicherheit mit Tempo 30 zu erreichen? 
Die Zeit ist reif für solche Konzepte. Es muss ein Umdenken stattfinden. Der Mensch ist von seiner Bestimmung her Fussgänger und nicht für hohe Geschwindigkeiten "konstruiert". Bereits im Verlaufe eines jungen Lebens werden Wahrnehmungsmuster gebildet, die auf die Fussgängergeschwindigkeit ausgelegt sind. Bei der Anpassung dieser Muster sind uns Grenzen gesetzt. Je höher die Geschwindigkeit, um so geringer wird das Blickfeld. Positiv ausgedrückt: Je gemächlicher man unterwegs ist um so grösser wird die Wahrnehmungsfähigkeit. Mit 30 km/h nimmt man ein plötzlich auftauchendes Kind früher wahr und der Bremsweg ist kürzer. Im Notfall kann bei Tempo 30 gerade noch so gebremst werden, dass das Fahrzeug unmittelbar vor dem Fussgänger zum Stehen kommt. Ein Automobilist, der 50 km/h fährt, hat beim Aufprall noch immer 49 km/h auf dem Tachometer. Er hat also aufgrund der Reaktionszeit noch nicht einmal zu bremsen begonnen. Auto/ Fussgänger-Kollisonen über Tempo 40 enden meist mit Toten oder Schwerverletzten. (Letztes Jahr verloren im Kanton Zürich vier Kinder als Fussgänger ihr Leben. In Uetikon waren letzes Jahr sieben Verletzte im Strassenverkehr zu vermelden . Anm. d. Redaktion). Die Unfallauswirkungen hängen davon ab, welche physikalischen Kräfte bei einem Verkehrsunglück eine Rolle spielen. Das sind Fakten, reine Fakten! Das hat nichts mit Idealismus zu tun. Im langsameren Verkehr wird der Autofahrer wieder viel aufmerksamer. Unaufmerksamkeit aber finden wir in der Hitparade des Unfallregisters ganz oben. Mit Tempo 30 ist Blickkontakt mit Fussgängern wieder möglich. Man kann sagen, der Verkehr wird dadurch kommunikativer. Passiert dennoch ein Unfall, sind die Folgen weitaus geringer. Eine Begegnungszone wie sie Uetikon jetzt bekommt, wirkt sich zudem sehr positiv auf das Dorfbild und die Wohnqualität aus. Der öffentliche Strassenraum ist mit 4,6 Millionen Fahrzeugen einfach ausgelastet! Da ist kein Platz für Raser! Wer trotzdem sein Bedürfnis nach Funktionslust ausleben will, könnte ja beispielsweise in Hockenheim (D)oder Veltheim einmal trainieren gehen.

((Zusatzinformationen))
Sensible Phasen im Strassenverkehr 
4-7 Jahre: Monozentristische Aufmerksamkeitsszuteilung. Der Gleichgewichtssinn ist noch nicht völlig ausgebaut. Klein von Statur, haben die Kinder ein enges Blickfeld und werden selber kaum wahr genommen. Sie können Geschwindigkeiten und Distanzen schlecht ein- bzw. abschätzen. Mit der Schulreife gleichen die Kinder diese Defizite aus.
7 - 11 Jahre: Neugierde treibt das Kind zum Lernen an. Motorische Geschicklichkeit perfektioniert sich. Ideal zum Velo fahren im Schonraum! Dem steht ein (unbewusster) Gruppenzwang gegenüber. Gesteigertes Risikoverhalten macht sich bemerkbar.
11-18 Jahre: Die Pubertät steht im Vordergrund. Die Umstellung des Hormonhaushaltes kann zu Leistungsbeeinträchtigung führen. Konzentrationsabbau und erneute Wahrnehmungseinschränkungen sind zu beobachten. Das Imponiergehabe und die Abgrenzung gegenüber Autoritäten werden deutlicher, die Risikobereitschaft erhöht sich. 

((Zusatzinformation))
Empfehlungen des bfu:
* Lichtreflexstreifen an Kleidung
* Schulweg nach Schwierigkeitskriterien beurteilen und üben
* Warteraum bei Busstationen nötigenfalls durch Geländer sichern
* Velohelme tragen ? bfu-Velohelm-
Kampagne 2002 (www.velohelm.ch)
* Neue Verkehrs-
Regeln für Micro- und Inlinskatesfahrer per 01.08.02 bzgl. Fussgängervortritt. Bei Nicht-
Beachtung droht Busse!
* Bfu Saftey-Tool-Wettbewerb (für Schulklassen)
Weiterführende Internet-Adressen:
* www.bfu.ch

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.Mit Sicherheit attraktiv

Zürichseezeitung 16.11.01

Uetikon am See: Die überparteiliche Interessengruppe "IG Tempo 30 in Uetikon"präsentierte am Uetiker Herbstmarkt Argumente und Planungsvarianten für Tempo-30-Zonen in Uetikon. Das Echo der Bevölkerung war überwältigend positiv.
Die zur aktiven Mitgestaltung aufgeforderten UetikerInnen nutzten die Gelegenheit, ihre prioritär gewünschten "Tempo 30"-Zonen auf Ortsplänen zu markieren. Die 122 Befürworter wünschen sich je etwa zur Hälfte einerseits die Einführung von "Tempo 30"-Zonen im eigenen Quartier bzw. um die Uetiker Schulen - Kleindorfstrasse - Weissenrainstrasse -Bergstrasse - während die andere Hälfte eine flächendeckende Einführung über das ganze Gemeindebiet mit zwei grossen Zonen nördlich und südlich der Tramstrasse anstrebt. Dass man sich in Uetikon wie in vielen Nachbargemeinden Gedanken zur Verkehrssicherheit macht, ist nicht neu. Klagen seitens der Bevölkerung zeigen, dass noch manch unbefriedigende Verkehrssituation zur Lösung ansteht. Mit dem vom Uetiker Gemeinderat vorgeschlagenen Konzept "Synthese", das die Umgestaltung der Bergstrasse zum Ziel hat, rückt die Einführung einer ersten "Tempo 30-Zone" nahe. Am 22. November um 20 Uhr im Riedstegsaal, ist die Bevölkerung zu einem öffentlichen Informationsanlass eingeladen. Spätestens an der Gemeindever-sammlung vom 17. Dezember wird "Boomtown" beweisen müssen, dass sie auch in Sachen Nachhaltig-keit und Lebensfreund-lichkeit die Nase im Wind hat. 

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.Leserbrief Tempo 30

Zürichseezeitung 23.8.01
Von: Regula Weber

Nutzungsorientierte und verkehrsorientierte Strassen in Uetikon

Der Leitartikel von Christan Dietz zum Tempo-30-Workshop in Uetikon erzeugt ein verfälschtes Bild zur Ausgangslage des eben lancierten Projekts. Zur Klärung hier nochmals kurz die Situation, wie sie von Gemeinderat Ruedi Bohli den Teilnehmenden des Workshops präsentiert wurde: Der Gemeinderat von Uetikon hat sich erste Gedanken zu möglichen Tempo-30-Zonen in der Gemeinde gemacht. Der in der ZSZ auf Seite 3 abgebildete Vorschlag definiert die Tramstrasse und die Kleindorfstrasse als sogenannte "verkehrsorientierte" Strassen. Dollikerstrasse und Seestrasse stehen als Kantonsstrassen ausserhalb der Diskussion. Alle anderen Uetiker Strassen, inklusive der untere Teil der neuen Bergstrasse, werden vom Gemeinderat als "nutzungsorientierte" Strassen definiert. Sie können gemäss Gesetz in Tempo-30-Zonen umgewandelt werden. Laut Gemeinderat Bohli ist dieser Zonenplan des Gemeinderats als erster Vorschlag, und nicht, wie im ZSZ-Artikel dargestellt, als gegebenes Faktum zu betrachten. Die Maximalvariante Tempo 30 umfasst rein theoretisch sämtliche Strassen der Gemeinde mit Ausnahme der Kantonsstrassen. 

Die Gruppendiskussionen zeigten, dass der vom Gemeinderat präsentierte Vorschlag nicht unbestritten ist. Die Mehrheit der Teilnehmenden befürwortet eine grossflächige Tempo-30-Zone im unteren Dorfteil. Stein des Anstosses ist insbesondere die Beibehaltung von Tempo 50 auf der Kleindorfstrasse. Im Falle einer Ungleichbehandlung von unterer Bergstrasse und Kleindorfstrasse wird eine massive Verkehrsverlagerung auf die Kleindorfstrasse befürchtet. Die Situation für die Schulkinder aus Uetikon-Ost, Altersheimbewohner, Gemeindehausbesucher und andere Passanten wäre gefährlicher als heute.

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.Infobrief für Interessierte

Für Tempo 30 in Uetikon plus eine sichere Busstrecke
Liebe Mitglieder, Interessentinnen und Interessenten der IG Tempo 30

Endlich bewegt sich etwas in Sachen Tempo 30 in Uetikon!
Am 24. Januar hat der Gemeinderat in der Zürichseezeitung über den Stand des Projektes informiert. Wir möchten Sie an dieser Stelle kurz über die nächsten Schritte und die Position der IG Tempo 30 informieren. Das Tempo-30-Konzept des Gemeinderates: Dieses sieht die Einführung von acht Tempo-30-Zonen vor. Nicht darin enthalten sind die Hauptverkehrsachsen (See-, Tram- und Bergstrasse ab Grossdorfkreuzung) und die Ortsbusstrecke. Der Ausschluss der Busstrecke wird vom Gemeinderat mit einem Fahrversuch der VZO begründet. Bei einer Tempobeschränkung von 30 km/h könne der Fahrplan nicht mehr eingehalten werden. Die Position der IG Tempo 30: Wir unterstützen grundsätzlich das vom Gemeinderat vorgeschlagene Projekt, kritisieren aber den Ausschluss der Busstrecke. Auch für uns hat die Einhaltung des Fahrplans höchste Priorität. Doch befürchten wir, dass die Busstrecke als durchgehende Tempo-50-Strecke zum beliebten Schleichweg werden könnte. Die Busstrecke ist eine stark benützte und stellenweise äusserst gefährliche Fussgängerstrecke. Im Bereich der Schulhäuser können Schulkinder, Senioren und weitere Fussgänger nicht auf andere Wege ausweichen. Die IG Tempo 30 verlangt deshalb vom Gemeinderat eine erneute Überprüfung der Busstrecke. Ihre Unterstützung: Der Entscheid für oder gegen Tempo 30 in Uetikon fällt in den nächsten Monaten. Mit verschiedenen Aktionen wollen wir weitere Stimmen gewinnen. Dazu sind wir dringend auf Ihre Mitwirkung und finanzielle Unterstützung angewiesen. Spenden nehmen wir gerne entgegen auf Konto 422.168.559.02, Bank Linth, "Tempo 30". Bei Auflösung unserer IG wird das überschüssige Geld an die "Vereinigung für Familien der Strassenopfer" überwiesen. Interessierte sind auch jederzeit eingeladen, an unseren Sitzungen teilzunehmen. Ort und Zeit entnehmen Sie bitte unserer Homepage. Wichtige Daten:
2. April, 19.30h, Riedstegsaal: Informationsveranstaltung. Der Gemeinderat präsentiert das Tempo-30-Konzept und nimmt Meinungen der Bevölkerung auf. Die Informationsveranstaltung wird für das Projekt und den Ausgang der Abstimmung wegweisend sein.
23. Juni: Gemeindeversammlung. Abstimmung über den Kredit zur Einführung von Tempo 30 in Uetikon. Jede Stimme zählt!
Bitte reservieren Sie sich beide Daten und gewinnen Sie mit beiliegenden Flyern weitere Personen in Ihrem Bekanntenkreis. Wir freuen uns auf Ihre aktive Beteiligung.

Freundliche Grüsse
IG Tempo 30
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.Tempo 30 in Uetikon erleben

Zu "Tempo 30 sorgt für heisse Köpfe" ("ZSZ" vom 11. Juli)
Seit April dieses Jahres gilt im Zentrum von Uetikon Tempo 30. Die Beruhigung der Bergstrasse im Zentrumsbereich beruht auf einem demokratischen Entscheid. Somit sollte von den Automobilisten erwartet werden dürfen, dass das vorgeschriebene Tempo eingehalten wird. Denn nur bei Einhalten der Geschwindigkeit kann eine Tempo 30-Zone funktionieren. Nämlich so: In Tempo 30-Zonen ist die Trennung zwischen Fussgänger- und Motorfahrzeugverkehr gelockert. Fahrzeuglenkende und Fussgänger - inklusive Kinder - teilen sich den Strassenraum und gehen achtsamer miteinander um. Der Verzicht auf Fussgängerstreifen ermöglicht, dass Fussgänger in Tempo 30-Zonen die Fahrbahn überall frei und sicher überqueren können. Dazu ist eine Kontaktaufnahme zwischen Automobilist und Fussgänger notwendig, die nur bei genügend langsamem Tempo möglich ist.
Mit Tempo 30 durchs Dorf zu fahren bedeutet, Gewohnheiten zu ändern. Dies fällt unsereins nicht immer leicht. Und wir brauchen Zeit dafür. Erfahrungen zeigen, dass bei der Einführung von Tempo 30-Zonen während der Einführungsphase (3 Monate) eine öffentliche Debatte, begleitende Sensibilisierungskampagnen sowie Geschwindigkeitsüberwachungen (im Sinne von Inforadar) für den Erfolg von Temporeduktionen bedeutsam sind. Deshalb werden von BfU (Schweizerische Beratungsstelle für Unfallverhütung) und VCS (Verkehrs-Club der Schweiz) eine Kombination von flankierenden, verkehrsrechtlichen Massnahmen, Öffentlichkeitsarbeit und begleitenden soziokulturellen Massnahmen empfohlen. Es muss eine neue Verkehrskultur initiiert und erlernt werden. Dass ein solcher Lernprozess nur zu einem geringen Teil über Informationsvermittlung in Gang gesetzt werden kann, ist aus dem Marketing bekannt. Für eine erfolgreiche Umsetzung sind Multiplikatoren und Aktionen nötig. Hier lagen die vier beherzten Frauen mit ihrer freundlich aufmunternden Aktion, welche für korrektes Verhalten in Tempo 30-Zonen appellierte, genau richtig. Es sind noch zahlreiche weitere Aktionen nötig, bis eine neue Verkehrskultur im Zentrum von Uetikon herrscht. Dies zeigen die zur Zeit noch häufig auftretenden, z.T. massiven Tempoüberschreitungen in der Zone 30 der Bergstrasse wie auch die leider erfolgte Verzeigung der vier aktiven Frauen deutlich genug.
Leserbrief Zone 30 Bergstrasse.doc/13.07.2003

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.Wozu diese Polemik?

Die von der VZO gemachte Aussage, dass durch Tempo 30 die Verspätung zunimmt, ist nicht haltbar. Die durchgeführten Versuche sind nicht aussagekräftig.
· Für die erste Versuchsfahrt vor einem Jahr wurde ein Zeitverlust von 3 Minuten angegeben, was selbst theoretisch kaum möglich ist.
· Bei der zweiten Messreihe wurden die Tempo-30-Messfahrten durch Baustellen behindert. Die Tempo-50-Vergleichsfahrten fanden in einer Feiertagswoche mit wenig Pendlerverkehr statt.
· Die durch die Interessengemeinschaft Tempo 30 vorgenommene, äusserst genaue Parallel­messung ergab lediglich einen durchschnittlichen Zeitverlust von ein paar Sekunden.
Dass die Zeitdifferenz nicht gross sein kann, leuchtet ein. Denn nur auf den engen Quartierstrassen, wo nicht schnell gefahren werden kann, wird Tempo 30 eingeführt. Hier muss den Buschauffeuren ein Lob erteilt werden: Sie fahren bereits heute verantwortungsvoll und mit angemessener Geschwindigkeit.
Auch die Unfallwahrscheinlichkeit des Ortsbusses nimmt mit Tempo 30 ab – ein echter Gewinn auch für die Fahrgäste.
Bereits vor einigen Monaten hat die IG Tempo 30 darauf aufmerksam gemacht, dass durch eine Änderung der Busschlaufe beim Bahnhof der Zeitgewinn wesentlich höher ausfällt, als eventuelle Zeitverluste durch Tempo 30.
Mit diesen Informationen kann der Polemik der letzten Tage hoffentlich etwas Wind aus den Segeln genommen werden. Weil die IG Tempo 30 sich für ein attraktives Uetikon einsetzt, wünschen wir uns faire Umgangsformen.
Sören Rohweder
IG Tempo 30, Uetikon

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.Leserbrief zu Tempo 30 auch für den Ortsbus in Uetikon

Der Gemeinderat hat nun die beiden Teilstrecken des Ortsbusses Alte Bergstrasse und Talstrasse in die Tempo 30-Zonen mit aufgenommen und ich bedanke mich dafür. Dass dies bei der Direktion der VZO auf Unbehagen stösst, kann ich gut nach vollziehen. Selbstverständlich erwartet die Bevölkerung, dass die Anschlüsse an die S-Bahn gewährleistet sind. Allerdings sind wir uns in Uetikon heute schon bewusst, dass die Zeitlimiten sehr eng gesteckt sind und es für die Buschauffeure bereits mit erlaubten Tempo 50 eine Herausforderung darstellt, die anspruchsvolle Strecke zu meistern. Ich bin überzeugt, dass sich Herr Trachsel keine Sorgen betreffs Imageproblemen seiner VZO machen muss, denn die Situation wird sich nicht wesentlich verändern. Viele Chauffeure bestätigen, dass es die Strassen- und Verkehrsverhältnisse bereits jetzt an vielen Stellen nicht zulassen, mit gutem Gewissen bei Tempo 50 durchzuziehen. Entweder sind die vielen Kindergarten- und Schulkinder ein stetes Sicherheitsrisiko oder für die Fahrgäste lässt der Fahrkomfort auf den unebenen Strassen zu wünschen übrig. So gesehen bin ich eher der Meinung, dass der Druck auf die Chauffeure einem grossen Verständnis Platz machen wird. Tempo 30 ist für alle Autofahrenden eine Umstellung auch für mich. Für die Sicherheit unserer Kinder bin ich jedoch gerne bereit dazu.
Dorothea Mantel
Uetikon

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.Für Tempo 30 in Uetikon

An der Gemeindeversammlung vom 15. September 2003 werden die Uetiker Stimmberechtigten über eine grossflächige Einführung von Tempo 30 in Uetikon befinden. Die IG Tempo 30 ruft die Bevölkerung auf, der Vorlage zuzustimmen. Das ausgewogene Gesamtkonzept berücksichtigt die lokalen Verkehrsverhältnisse, die Anliegen der Bevölkerung in den Wohnquartieren sowie den Fahrplan des Ortsbusses. Detaillierte Aufzeichnungen von Busfahrten durch die IG Tempo 30 haben gezeigt, dass Tempo 30 für den Ortsbus keinen bedeutenden Zeitfaktor darstellt, und die Anschlüsse an die S-Bahn dadurch nicht gefährdet werden. Nach Erlenbach, Oetwil, Männedorf und Zollikon wäre Uetikon die fünfte Gemeinde im Bezirk, in der Tempo 30 grossflächig eingeführt würde. Die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BfU) begrüsst Tempo 30 auf siedlungsorientierten Strassen. Dazu Rolf Moning, Sprecher der BfU: "Bei einer gemeindeweiten Realisierung in der ganzen Schweiz gäbe es pro Jahr etwa 40 Getötete und 200 Schwerverletzte weniger." Leider werden durch die vorgesehenen vier Tempo30-Zonen nicht alle gefährlichen Stellen im Uetiker Strassennetz entschärft. Die IG Tempo 30 fordert deshalb vom Gemeinderat weitere flankierende Massnahmen zur Erhöhung der Sicherheit an bekannten neuralgischen Stellen (z.B. Kleindorfstrasse, Bergstrasse, Tramstrasse).
Neue Balance zwischen Fussgänger und Verkehr
Viele Strassenanlagen in Uetikon widerspiegeln die Mobilitätsvorstellungen der 70er Jahre. Seither hat in der Schweiz der Verkehr und damit auch das Gefahrenpo-tenzial stark zugenommen. Dieser Ansicht ist auch Stefan Hunger, Gesamtleiter der Schule Uetikon: "Nicht nur der Verkehr, auch die Anzahl der Kinder in unserm Dorf ist in den letzten Jahren enorm gestiegen. An die 800 Kinder sind täglich auf unsern Strassen unterwegs, um in den Kindergarten oder die Schule zu gelangen. Mit der Einführung von Tempo 30 erhöhen wir speziell die Sicherheit der jüngsten Verkehrsteil-nehmer. Eine einfache und sehr wirksame Massnahme, welche für niemand gravieren-de Nachteile hat." Die Einführung von Tempo 30-Zonen bedeutet eine Anpassung an die veränderten Verhältnisse mit dem Ziel, das Gleichgewicht zwischen Mensch und Verkehr wieder herzustellen. Dazu Wim Ouboter, "Vater" des Micro/ Kickboard: "Kinder brauchen viel Freiraum und Bewegung, damit sie sich gesund entwickeln. Die Strassen gehören auch ihnen und nicht nur den Autofahrern. Das Zeitalter neuer Mobilitätsformen hat längst begonnen."
Mehr Sicherheit für Jung und Alt
Im ständig wachsenden Verkehr fühlen sich Kinder, aber auch Erwachsene, oft überfordert. Auch die beste Verkehrserziehung kann die entwicklungsbedingt begrenzte Wahrnehmung der Kinder nicht auffangen. So fällt es Kindern ausgesprochen schwer, Geschwindigkeit und Distanz eines heran-nahenden Fahrzeugs richtig einzuschätzen. Der Kantonspolizist und Verkehrsinstruktor Fredi Frei setzt sich deshalb schon seit langem für temporeduzierte Zonen ein, von denen alle Verkehrteilnehmer, aber insbesondere die schwächeren profitierten. Der Uetiker Duri Gianom, leitender Arzt der Chirurgischen Klinik im Spital Männedorf ist ebenfalls ein Befürworter von Tempo 30. "Durch Tempo 30 nimmt die Unfallschwere drastisch ab", sagt Gianom. Wenn weniger schnell gefahren wird, profitieren auch älte-re Menschen, die oft über eine verlangsamte Reaktionsfähigkeit verfügen. Mehr Lebensqualität
Positive Erfahrungen mit Tempo 30 hat man in Uetikon bereits in der Zone Chirchbühl sammeln können. "Seit der Einführung von Tempo 30 ist eine Veränderung spürbar. Durch die Beruhigung des Verkehrs ist das Überqueren der Strasse einfacher und siche-rer. Dies gilt für Kinder wie auch für Erwachsene. Da die Wohnqualität nicht beim Gartentörchen aufhört, geniessen die Quartierbewohner die zurückgewonnene Ruhe", berichtet Gery Meyer, Sekundarlehrer und Anwohner der Kreuzsteinstrasse. "Der Dorfkern hat sich positiv verändert", resümiert Thomas Schärer, Inhaber der Blumen-Boutique im Einkaufszentrum Riedsteg. Fredy Bernet, Wirt des Restaurant Sonnenhof, bestätigt diese Aussage: "Seit der Einführung von Tempo 30 an der Bergstrasse sind die Autos vorsichtiger; und die Situation für die Kinder hat sich wesentlich beruhigt."
(IG T30)

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